Salz – das „weiße Gold“ der Antike

Salz, dem „weißen Gold“ des Altertums, kam in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Bedeutung zu. Bereits im 3. Jahrtausend vor Christus nutzten die Sumerer Salz zum Konservieren ihrer Lebensmittel. Ebenso wie ca. 1.200 Jahre später die Babylonier.

Die Römer wiederum gebrauchten Salz sogar als Zahlungsmittel. Der Begriff „Salär“ entstammt der Zahlung von Sold oder Lohn in Form von Salz.

Später wurde Salz zum exquisiten Luxusgut und der Salzhandel auf sogenannten Salzstraßen entstand.

Doch auch im medizinischen Bereich wurde das „weiße Gold“ schon früh angewendet. Aus medizinischen Berichten, geschrieben im 3. Jahrhundert, weiß man, dass bereits die alten Ägypter glaubten, dass sich Aufenthalte am Meer, und dadurch an extrem salzhaltiger Luft, positiv auf Geist und Körper auswirken können. Auch Infektionen versuchten sie damit vorzubeugen.


Geschichte der Salzgrotten

Zwar waren positive Erfahrungen auch im deutschsprachigen Raum seit der Mitte des 20. Jahrhunderts bekannt, doch erst mit der Jahrtausendwende kamen die ersten künstlichen Salzgrotten nach Deutschland.

Da es in Deutschland keine natürlichen Salzstollen und Salzhöhlen gibt, man aber auch hier Erfahrungen mit salzhaltiger Luft, insbesondere bei Atemwegs- und Hauterkrankungen, sammeln wollte, entstand die Idee, artifizielle Salzgrotten zu bauen.

Das typische Salzklima wird in solch einer Salzgrotte mithilfe von Gradierwerken und sogenannten Soleverneblern geschaffen. Wandverkleidungen aus Salzblöcken und auf dem Boden aufgeschüttetes Salz sorgen zudem für eine charakteristische Atmosphäre.